Betrugswarnungen — Schütze dich
Diese Betrugsmaschen richten sich gezielt an Neuzugänge. Lies aufmerksam und teile es mit Freunden.
Jobscam — Vorauszahlung für eine Stelle
Rotes Flag: Seriöse Arbeitgeber verlangen niemals Geld für eine Stelle. Wer dir einen gut bezahlten Job verspricht und dafür eine Anmeldegebühr, Ausbildungsgebühr oder Kaution verlangt — das ist Betrug.
Erkennen: Ein seriöser Arbeitgeber verlangt kein Geld für eine Stelle. Wer dir einen gut bezahlten Job verspricht und dafür Anmeldegebühr, Schulung, Ausrüstung oder „Visa-Kaution“ will, betrügt dich. Die Verbraucherzentralen nennen das Vorauszahlungsbetrug: du zahlst, der Kontakt ist weg, oft auch der Ausweis.
Vorgehen: Die Anzeige steht auf Facebook, Telegram oder einem echten Jobportal. Der Firmenname klingt bekannt, manchmal ist er geklaut. Nur WhatsApp. Die Zusage kommt in Stunden, ohne Gespräch. Dann Video-Ident oder ein Konto „für das Gehalt“. Das ist kein Onboarding. Damit holen sie Identitätsdaten, um Konten zu öffnen oder Geld zu waschen.
Rote Flagge: ⚠️ Hohes Gehalt für leichte Arbeit. Unklare Aufgaben. Nur Chat. Ausweiskopie vor dem Vertrag. Fremde Software. Kein echtes Unternehmen verlangt das vor dem Arbeitsvertrag.
Hinweis: 💡 Keinen Cent überweisen, bevor ein unterschriebener Vertrag da ist und du einen Menschen getroffen hast. Geld nur gegen ausreichende Papiere. Bevor Geld fließt: Community fragen, eine vertraute Person, oder den Chat in ChatGPT stecken. Im Zweifel Agentur für Arbeit oder Verbraucherzentrale anrufen.
Weiterlesen: 🔗 Verbraucherzentrale — Job-Scamming. Schon überwiesen? Bank anrufen, Chats und Belege sichern, Anzeige bei der Polizei. Das Geld ist oft weg. Die Anzeige schützt trotzdem die Nächste.
Bankkonto vermieten / Geldwäsche
„Leih mir dein Konto, ich zahle dir Provision" – das ist eine Falle! Du machst dich der Geldwäsche schuldig, egal ob du weißt, woher das Geld kommt. Folgen: Strafanzeige, Kontosperrung, Ausweisung.
Erkennen: „Leih mir dein Konto, ich zahle Provision“ ist kein Nebenjob. Es ist die Finanzagenten-Masche. Fremdes Geld landet auf deinem Girokonto. Du sollst es bar abheben, per Western Union schicken oder einer unbekannten Person übergeben. BKA und LKA sagen klar: Das kann Geldwäsche nach § 261 StGB sein, auch wenn du „nicht wusstest, woher das Geld kommt“.
Vorgehen: Facebook, Bar, oder eine Anzeige „Payment Agent“. Freundlich, immer erreichbar. 5–20 Prozent klingen leicht. Nach ein paar Buchungen sperrt die Bank das Konto. Die echten Opfer (die Leute, die das Geld geschickt haben) können dich belangen, weil es auf deinem Namen stand.
Rote Flagge: ⚠️ Jemand will deine IBAN. Ausweiskopie für eine „Online-Firma“. Du sollst frisches Geld weiterleiten. Für Azubis heißt ein gesperrtes Konto: keine Ausbildungsvergütung, Schufa-Ärger, Stress mit dem Aufenthalt. Eine Strafsache ist kein Kavaliersdelikt.
Hinweis: 💡 Gib niemandem deine IBAN. Leite fremdes Geld nicht weiter. Bevor Geld fließt: Community oder ChatGPT mit dem Originaltext. Liegt schon fremdes Geld da: nicht weiterleiten. Bank und Polizei anrufen.
Weiterlesen: 🔗 Polizei-Beratung — Finanzagenten, Polizei Berlin, Verbraucherzentrale.
WhatsApp/Telegram-Investmentbetrug
Unbekannte kontaktieren dich über Social Media und laden zu Krypto- oder Aktieninvestitionen mit „garantierten" Gewinnen ein. Zuerst lassen sie kleine Auszahlungen zu, um Vertrauen zu schaffen – dann verschwinden sie mit deinem Geld. Vertraue keinem Unbekannten online in Finanzangelegenheiten.
Erkennen: Fremde in WhatsApp oder Telegram, die einen „Aktienclub“, Krypto oder eine KI-App mit garantierter Rendite anbieten? Keine Gelegenheit. Die BaFin schreibt: Ihr sind keine zugelassenen Institute bekannt, die deutsche Anleger über Chatgruppen anwerben. „Sichere“ 100 oder 700 Prozent sind ein Warnsignal.
Vorgehen: Facebook-Anzeige, geschlossene Gruppe, freundlicher Mentor. Erst 200–300 Euro. Manchmal eine kleine Auszahlung, damit du bleibst. Dann Druck auf mehr. Willst du raus, kommen „Steuern“ oder „Freischaltgebühren“. Die Plattform stirbt. Dein Geld lag nie auf einem Depot. Es lag in ihrer Wallet.
Rote Flagge: ⚠️ Garantierte Gewinne. „Nur noch wenige Plätze.“ Promi-Deepfakes. Grünes Demo-Konto. Echte Banken werben nicht in Chatgruppen.
Hinweis: 💡 Nichts auf unbekannte Konten überweisen. Glaub keinem grünen Demo-Stand. Bevor ein Euro fließt: Community, eine reale Vertrauensperson, oder den Screenshot in ChatGPT. Firma in der BaFin-Unternehmensdatenbank suchen. Steht sie nicht drin: Schluss.
Weiterlesen: 🔗 BaFin — Anlagebetrug über WhatsApp und Telegram. Schon gezahlt? Chats sichern, Bank informieren, Anzeige. Keine weitere „Auszahlungsgebühr“ zahlen.
Falscher Polizeibeamter am Telefon
Betrüger rufen an und geben sich als Polizisten oder Staatsanwälte aus. Sie behaupten, dein Konto werde untersucht, und fordern eine Geldüberweisung oder Bargeldübergabe an einen „Sicherheitsbeamten". Die echte Polizei tut das NIE am Telefon.
Erkennen: Die Polizei bittet dich am Telefon niemals um Geld, Gold oder die Übergabe an einen „Sicherheitsbeamten“. Das steht bei polizei-beratung.de. Die Anrufer geben sich als Polizei, LKA oder Staatsanwaltschaft aus. Dein Konto werde geprüft, dein Name stehe auf einer Einbrecherliste. Ziel ist Angst, dann die Übergabe.
Vorgehen: Im Display steht 110 oder eine lokale Dienststelle. Das ist Call-ID-Spoofing, keine echte Amtsleitung. Sie halten dich stundenlang in der Leitung. Danach kommt ein Abholer, oder du sollst das Geld vor dem Haus deponieren.
Rote Flagge: ⚠️ Frage nach dem Kontostand. Bargeld „zur Spurensicherung“. Ein Zahlungslink. Du darfst nicht auflegen. Echte Beamte tun das nicht.
Hinweis: 💡 Auflegen. Unhöflich sein ist hier richtig. Selbst 110 wählen, nicht die Rückruftaste, nicht die Nummer aus dem Gespräch. Nichts zu Geld sagen. Bevor etwas Wertvolles die Wohnung verlässt: Nachbarn, Community oder ChatGPT. Klingt es nach „die Polizei braucht dein Geld“, ist es Betrug. Geld nur gegen echte Papiere, auf einem echten Amt, nicht an der Haustür.
Weiterlesen: 🔗 Polizei Hamburg — Callcenter-Betrug. Schon übergeben? Sofort Anzeige. Rufnummer und Personenbeschreibung notieren.
Wohnungsbetrug und Kautionsbetrug
Auf Facebook oder WG-Gesucht werden Wohnungen zu unrealistisch günstigen Preisen angeboten. Die Vermieter verlangen eine Kaution, bevor du die Wohnung besichtigst – dann tauchen sie ab. Überweise nie Geld, bevor du einen schriftlichen Mietvertrag hast und die Wohnung persönlich gesehen hast.
Erkennen: Wohnung auf Facebook oder WG-Gesucht zum Schnäppchenpreis, Vermieter „im Ausland“, Kaution vor der Besichtigung. Dann weg. Das ist Kautionsbetrug. WG-Gesucht selbst: zahle niemals vor der Besichtigung. Verbraucherzentrale Berlin: Die Mietkaution wird erst nach dem Vertrag fällig, wenn das Mietverhältnis beginnt, nicht davor.
Vorgehen: Schöne Fotos aus echten Anzeigen. Miete unter dem Markt. Englisch oder kaputtes Deutsch. Ausweiskopie. Schlüssel per Post. Western Union, MoneyGram, „Airbnb-Zahlung für einen Fremden“. Manchmal gibt es sogar eine Besichtigung. Danach soll die Kaution vor der Unterschrift fließen. Dann Stille.
Rote Flagge: ⚠️ Viel zu günstig. Kein Treffen. Schlüssel per Post. Kaution vor der Unterschrift. Ein Mietvertrag in Deutschland ist Papier. Ohne Unterschrift und ohne Schlüssel, den du selbst prüfst, gibt es keinen Grund zu überweisen.
Hinweis: 💡 Kein Geld, bevor du in der Wohnung standest und einen unterschriebenen Vertrag hast. Geld nur gegen ausreichende Papiere. Schlüssel per Post? Ablehnen. Vor der Kaution: vietnamesische Wohnungsgruppen, Mit-Azubis oder ChatGPT. Preis mit dem Viertel vergleichen. Viel zu günstig ist fast immer Falle.
Weiterlesen: 🔗 WG-Gesucht — unseriöse Angebote, Verbraucherzentrale — Fake-Wohnungen. Fakes an kontakt@wg-gesucht.de. Schon gezahlt? Bank anrufen, Anzeige erstatten.
Gefälschte DHL-/Zoll-SMS
Gefälschte SMS von angeblichem DHL, Hermes oder Zoll fordern eine „Einfuhrabgabe" über einen Link. Der Link führt auf eine Phishing-Seite zum Stehlen deiner Kreditkartendaten. DHL und Paketdienste fordern nie Zahlung per SMS-Link.
Erkennen: Eine SMS „DHL / Zoll / Deutsche Post: Paket blockiert, 2,99 € über diesen Link“ ist fast immer Betrug. Der Zoll schreibt: Zahlungsaufforderungen kommen nicht per SMS, Mail oder WhatsApp, sondern per Brief (außer du hast einem echten elektronischen Verfahren zugestimmt). DHL sagt dasselbe: keine Daten und keine Zahlung per SMS.
Vorgehen: Der Link ist gekürzt (bit.ly) oder endet auf .top, .info, .site, auch wenn „dhl“ im Namen steckt. Absender „Lieferung“ oder ausländische Vorwahl. Die Fake-Seite kopiert das Logo. Das Impressum kann sogar auf dhl.de zeigen. Ziel: Karte, Onlinebanking, Schadsoftware.
Rote Flagge: ⚠️ Zwölf-Stunden-Frist. Mini-Gebühr, die harmlos klingt. Gekürzter Link. Echte Zollgebühren stehen auf der offiziellen Seite oder im Brief, nicht in einer gehetzten SMS.
Hinweis: 💡 Nicht klicken. Browser öffnen, dhl.de eintippen oder die offizielle App. Bevor du eine „Paketgebühr“ zahlst: Freunde, Community oder ChatGPT mit dem Screenshot. Geld nur gegen die echte Website oder echte Papiere. Screenshot an phishing@dhl.com.
Weiterlesen: 🔗 Zoll — Phishing, DHL — Sicherheitshinweise, BSI. Karte schon eingegeben? Karte sperren, Passwort ändern, Anzeige.